WK-Präsidentin Zwazl fordert europäische Ratingagentur
Deutliche Worte fand Wirtschaftskammerpräsidentin Sonja Zwazl beim Neujahrsempfang der Bezirksstelle Wiener Neustadt, der den Reigen der diesjährigen Bezirksveranstaltungen zum Jahreswechsel eröffnete. Um die Realwirtschaft vor "windigen Finanzspekulanten" zu schützen, forderte sie die Schaffung einer starken europäischen Ratingagentur. "Da es gilt, der Nachhaltigkeit Vorrang vor der Gewinnmaximierung einzuräumen, muss die EU mehr Härte und Durchsetzungsvermögen zeigen", sagte sie.
An die Politik richtete Zwazl dir Warnung, das Diktat der leeren Kassen dürfe nicht zu einem Griff in die Taschen der Menschen verleiten. Als vorrangige Aufgaben der Wirtschaft nannte sie die Eröffnung neuer Märkte und Geschäftsfelder, wie die "perfekte Kombination von Energieeffizienz und Erwerbsmöglichkeit", sowie die Bereiche Wellness und Weiterbildung. Erfolgreiche Schulpolitik könne man nicht an der Länge der Ausbildung messen, betonte sie und brach eine Lanze für die Lehrlingsausbildung. Die schon zur Tradition gewordenen Erfolge bei internationalen Lehrlingswettbewerben würden mehr öffentliche Anerkennung verdienen. Als eine Stärke der Mittel- und Kleinbetriebe hob sie die Regionalität hervor, die es den Betrieben erlaube, Innovation mit Tradition zu verbinden.
Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav bekräftigte in ihrer Neujahrsbotschaft die Entschlossenheit des Landes, den Standort Wr. Neustadt als Technologiezentrum weiter auszubauen. Das Konjunkturprogramm des Landes zur Unternehmensfinanzierung habe voll gegriffen und die Betriebe in ihrem Vorhaben unterstützt, Rationalisierungsmöglichkeiten zu nützen und neue Wege zu suchen.
Der optimistischen Vision von Kammerpräsidentin Zwazl, die heuer Zuwächse von bis zu fünf Prozent für möglich hält, wollte Wiener Neustadts Stadträtin für Finanzen, Wirtschaft und Standortpolitik Ingrid Weiss nicht nachstehen. "Die Stadt ist eine wichtiger Impulsgeber", sagte sie unter Hinweis auf die voll eingeschlagene Revitalisierung der Geschäftswelt in der Innenstadt, die mit 300 Unternehmen in Niederrösterreich nur von der Shopping City Süd überboten werde. Im Geschäftszentrum der südlichen Landesmetropole habe man kürzlich binnen einer Woche 70.000 Passanten gezählt. (mü)
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Quelle: NÖWPD

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